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Mit dem Salzstein grillen – Tipps für sicheren Grillgenuss

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Gegrillte Jakobsmuschel von der SalzplankeSalzstein oder Salzplanke sind für eingefleischte Grillfans inzwischen mit Sicherheit ein Begriff. Was vor einigen Jahren nur Insider wie unsere Grillprofis kannten, hat sich inzwischen zu einem Trend entwickelt. Mittlerweile setzt Ihr den Salzstein vielleicht nicht nur auf dem Grill, sondern auch im Backofen ein. Was in den letzten Tagen in den Medien die Runde macht, verblüfft allerdings auch uns. Berichtet wird über explodierende Salzsteine – und zwar im Backofen wie auch auf dem Grill. Haben wir eine Erklärung? Wer unseren Grillexperten Benny kennt, wird sich schon denken können, dass die Ursachen auch bei uns heiß diskutiert werden. Und wir unser Know-how auch teilen – unter anderem mit den Reportern von RTL West. Worauf kommt´s beim Salzstein grillen an?

Salzstein grillen: Der Trend

Salz gehört zum Grillen dazu. Wer hat aber behauptet, dass Salz immer in den Salzstreuer gehört. Zusammen mit den Grillplanken aus Holz sind vor einigen Jahren die ersten Salzbretter/Salzfliesen auf den Markt gekommen. Der besondere Vorteil dieses Typs Grillzubehör liegt unter anderem in der Wärmespeicherfähigkeit und natürlich dem Geschmack, welchen das Grillgut beim Salzstein grillen bekommt.

Inzwischen sind die Salzsteine in ganz unterschiedlichen Größen – vom Rechteck in Form eines kleinen Schneidebretts bis zur quaderförmigen Salzfliese zu haben. Mit der Salzplanke kann letztlich stilvoll und fettarm gegrillt werden. Allerdings sind beim Einsatz der Salzsteine einige Punkte zu beachten.

Grillen mit der Salzplanke: Die Anwendung

Salzsteine sind sehr kompakt und erinnern nicht ungefähr an einen Pizzastein. Durch den Druck, welchen das Salz über Jahrtausende ausgehalten hat, sind die einzelnen Kristalle zu einem sehr kompakten Korngefüge verpresst.

Der Vorteil: Die Salzsteine können höhere Temperaturen aushalten und speichern die Hitze. Auf der anderen Seite ergibt sich hieraus natürlich auch ein Nachteil. Sehr starke Temperaturschwankungen sorgen für erhebliche Spannungen im Salzstein. Ist die Oberfläche heiß, das Innere aber noch sehr kalt, dehnen sich die Kristalle im Salzstein unterschiedlich stark aus.

Was entstehen kann, ist ein thermischer Spannungsriss, der sich schlagartig über den gesamten Salzstein ausbreitet und diesen förmlich zerlegt. Aus diesem Grund sollte der Salzstein immer nur langsam erhitzt werden. Während der Grill vorheizt, einfach den Salzstein bzw. die Salzplanke einfach in die indirekte Zone legen. Nach circa 20 Minuten kann die Salzplanke dank näher zur direkten Hitze.

Und es gibt noch einen wichtigen Punkt zu beachten. Die Planke darf nur trocken auf den Grill. Hintergrund: Kommt der Salzstein vor dem Grillen mit Flüssigkeiten in Berührung, können diese in feinste Risse (entlang der Korngrenzen) eindringen. Wird die Flüssigkeit dann erhitzt, erreicht sie einen Punkt, an dem es zu einer schlagartigen Ausdehnung kommt – und der Salzstein kann zerspringen.

Anwendung des Salzsteins im Überblick:

  1. Salzstein bzw. Salzplanke immer vorheizen
  2. Keine feuchte Salzplanke auf den Grillrost legen

Salzstein pflegen: Kein fließend Wasser, keine Spülmaschine

Eigentlich sollte klar sein, dass ein Salzstein nicht in die Spülmaschine gehört. Die Betonung liegt auf eigentlich. Generell empfehlen wir, den Salzstein nach dem Grillen auskühlen zu lassen. Plant hier eher großzügig, da die Speichereigenschaften ein langsames Auskühlen nach sich ziehen. Anschließend einfach den Salzstein mit einer Bürste Grillreste entfernen und mit einem Tuch kurz abwischen.

Sollte der Salzplanke mit einem feuchten Tuch zu Leibe gerückt werden, den Salzstein bitte umgehend trocken wischen. Für die Aufbewahrung ist eine trocken Ecke zu bevorzugen. Achtung: Salz hat die Eigenschaft, hygroskopisch (Wasser anziehend) zu wirken.

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